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Julesmag x Prag

SHIRT – VINTAGE    ROCK – VINTAGE   OHRRINGE – MANGO    TASCHE – VINTAGE    SCHUHE – BIRKENSTOCKS

 

Lange, lange Zeit bin ich gerne verreist. Mir hat es Spaß gemacht Reisen zu planen und Erlebnisse festzuhalten um später nostalgisch an meine Reisehighlights zu denken. Ich sammle deswegen auch akribisch jeden Schnipsel meiner Reisen, sei es auch nur ein Kassenbon über den Kauf eines Blasenpflasters.

Eines hatten all diese Reisen jedoch gemeinsam: so schön das Gefühl des Wegfahrens auch war, nichts ging über dieses sau geile Gefühl endlich wieder nach Hause zu kommen. Das ging tatsächlich soweit, dass ich grundsätzlich kurz vor der Ankunft in Berlin, mein liebstes Berlinlied angemacht habe, in freudiger Erwartung bald zuhause zu sein. Dauergrinsen inklusive.

Doch seit diesem Jahr ist alles anders. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich dieses Jahr zwei Mal mit meinem Freund weggefahren bin, aber mein Berlinlied wurde schon länger nicht mehr gespielt. Denn tatsächlich hasse ich es mittlerweile nach Hause zu kommen. Es ist einfach furchtbar. Den ersten Tag wieder zuhause, könnte ich einfach nur kotzen und seither brauche ich mindestens drei Tage um mich wieder an die Stadt zu gewöhnen. Innerhalb dieser drei Tage träume ich mich meist wehleidig zurück an den Ort meiner Begierde und dieses Mal war der Protagonist meines Nostalgiewahns das schöne Prag. Was seinerseits als ein kleiner Erholungsurlaub gedacht war, endete in einer mittelschweren Liebesaffäre.

Vor zwei Wochen nämlich bin ich mit meinem lieben Herzensmann nach Prag verreist. Knappe vier Tage haben wir in der Stadt verbracht und das war bei weitem nicht genug! Die Stadt hat es mir tatsächlich angetan. Abgesehen davon, dass Prag architektonisch ja wohl mehr als eine Wohltat für die Augen ist, versprüht die Stadt so eine entspannte und wohltuende Atmosphäre, wie ich sie in meinem tollen Berlin dezent vermisse.

Wir hatten tatsächlich sehr viel Glück und konnten Prag die ersten zwei Tage unter strahlend blauem Himmel erkunden, fleißig Eis essen und auf der Moldau Tretbootfahren. Dementsprechend erschöpft war ich auch und tatsächlich ein bisschen froh darüber, dass es am dritten Tag bewölkter und kühler wurde. Den Tag konnten wir nämlich wunderbar für das DOX Zentrum für zeitgenössische Kunst nutzen und meinem absoluten Highlight des Trips: einem vintage Laden. Surprise, surprise…

Ehrlich gesagt hätte ich diese Stadt nicht verlassen, ohne vorher Bohemien Retro, so heißt das gute Stück nämlich, einen Besuch abgestattet zu haben. Die Rezensionen im Internet waren so bombastisch gut, dass ich wirklich gespannt war. Mich hat es vor allem wegen der schönen Auswahl an Sonnenbrillen (etwas was sich in Berlin als äußerst schwierig zu finden herausgestellt hat) in den Laden gezogen und ich wurde nicht enttäuscht. Neben der Sonnenbrille, die ich auch in den Bildern trage, habe ich außerdem die schönste kleine Handtasche dieser Erde gefunden. Ich meine wie schön ist bitte dieses kleine, bezaubernde Täschchen!? Mir hat der Laden auf jeden Fall sau gut gefallen! Zwar klein wie ein Schuhkarton, aber bis zum Rand gefüllt mit Schätzen aller Art. Ich hätte am liebsten noch zwei Sonnenbrillen, einen Picknickkorb und ein Kleid gekauft, aber man muss ja auch nicht gleich übertreiben. Der Sommer ist, hoffentlich, noch lang und da werden sicherlich noch der ein oder andere Flohmarktfund aufgespürt werden.