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Mood Board #1

Er ist da. Der Sommer ist endlich da. Wenn auch nich etwas launisch und wechselhaft, habe ich jetzt schon mehr als drei sonnig-heiße Tage erlebt und das reicht mir als offizieller Sommeranfang. Und wie jedes Jahr falle ich in mein altbewährtes Sommerloch. Denn, obwohl ich den Sommer liebe, sind es modetechnisch meine absoluten Hassmonate. Ich kann es regelrecht nicht ausstehen mich an heißen Tagen anzuziehen. Zunächst sind all meine Sachen gefühlt zu dick, schwer, lang und lassen die Schweißdrüsen gleich doppelt so fleißig arbeiten. Darüber hinaus, habe ich im Sommer auch immer das Gefühl ein bisschen unmodisch auszusehen. Was für den See super praktisch ist, überzeugt mich im Spiegel eher mittelmäßig bis gar nicht und das frustriert mich ganz gewaltig!

Doch „dieses Jahr wird alles anders“, heißt es so schön und das versuche ich dieses Mal auch für mein modisches Sommerloch umzusetzen. Teilweise bedeutet dies vor allem meinen inneren Schweinehund zu überwinden und mich auch an neue Dinge heranzutasten. Ein gutes Beispiel dafür sind weiße Jeans. Ein Kleidungsstück, das bisher sicherlich nur unter höllischen Foltermethoden meinen Schrank betreten durfte. Weiße Jeans sind für mich irgendwie immer ein bisschen in der falschen Ecke verortet gewesen und ich habe eigentlich auch nicht vor gehabt meine Meinung zu ändern, bis ich diese abgeschnittenen Jeans bei Lizzy entdeckt habe. Da ich ein großer Fan von Lizzy bin und sie diese Jeans wirklich oft trägt, war es wohl die stetige Wiederholung, die mein Auge nicht nur an weiße Jeans gewöhnt, sondern nun ein höchst modisches Interesse an ihnen geweckt hat. Bisher habe ich noch kein wirklich passendes Exemplar in meinem second Hand Shop des Vertrauens finden können, aber ich halte weiterhin die Augen offen und speichere bis dahin jegliche Inspiration auf Instagram und Tumblr ab!

Passend zur weißen Jeans, schlägt mein Herz zur Zeit auch wieder sehr stark für vintage T-Shirts. Aber bitte keine Band Shirts! Ich suche vor allem Shirts mit Jahreszahlen drauf. Irgendwie sagen mir Zahlen zwischen den ganzen Variationen von Sprüchen und Logos am ehesten zu. Passend dazu lassen sich auch gleich zwei meiner anderen Wunschstücke kombinieren: dicke Klunker und vintage Sonnenbrillen. Himmel, wie sehr bin ich diesen beiden Accessoires verfallen. Angefangen hat meine Sucht sicherlich mit der Gucci Sonnenbrille, die wohl jede dritte Modedame auf Instagram zur Schau stellt und von der ich zunächst nicht einmal wusste, das sie von Gucci ist. Ich naives Lamm dachte natürlich alle haben sie auch tatsächlich vintage gekauft. Die Häufigkeit des Vorkommens hat mich letztlich auf den Pfad der Erkenntnis geführt. Aber nichtsdestotrotz hat Gucci mich höchstempfänglich gegenüber Sonnenbrillen gemacht, sodass ich jeden noch so lausigen Flohmarkt nach versteckten Schätzchen absuche. Teilweise auch schon mit Erfolg, wie meiner neuen Lieblingssonnenbrille, die lediglich einen Euro gekostet hat.

Derzeit ebenfalls auf meiner Flohmarktliste: Strohkörbe. Und ja, obwohl diese Dinger wirklich überall sind, kann ich dem Trend nicht widerstehen und will auch einen. Schuld ist dieser französische Flair, den diese Körbe ausstrahlen und dem ich in jeglicher Hinsicht verfallen bin. Es ist wie ein verheißungsvolles Versprechen, mit einem dieser Exemplare ein bisschen wie Jeanne Damas an der Côte d’Azur auszusehen. Wer kann da bitte widerstehen? Genau! – und deshalb muss ich demnächst einfach in einen dieser Körbchen investieren.

Apropos Strand: ich weiß zwar nicht, ob ich es dieses Jahr noch an einen Strand schaffen werde oder das Seeufer ausreichen muss, aber es ist immer gut für alle Eventualitäten entsprechend vorbereitetet zu sein. Beispielsweise mit einem Seidenkleid. Gut, auf den ersten Blick vielleicht nicht unbedingt Garderobe erster Wahl (zumal die Suche nach Bikinis noch mal eine ganz eigene Trauergeschichte ist), aber dafür ungeheuer stilvoll. Und um auch einen praktischen Aspekt anzuführen: Seide wirkt ja bekanntlich sehr kühlend auf der Haut!